„Fußball und Kunst – diese beiden Begriffe werden nicht selten kombiniert.“ Mit diesen Worten lud der neu gegründete „Freundeskreis KSC e.V.“ am Freitagabend ins Karlsruher Dorint-Kongresshotel. Der Mithilfe bei der wirtschaftlichen Konsolidierung des finanziell gebeutelten Fußballzweitligisten hat sich aber nicht nur der „Freundeskreis“ verschrieben: Markus Lüpertz, ehemaliger Professor der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, übergab dem Sportclub zwei Motive, die als handsignierte, digitale Lithographien vorliegen.
Der Erlös aus dem Verkauf der limitierten Kunstwerke wandert ausschließlich in die Kasse des Karlsruher SC – der 61-jährige Künstler möchte damit seinen Teil zur Schuldentilgung der Blauweißen beitragen. „Ich fühle mich der Stadt Karlsruhe und dem KSC gegenüber verpflichtet zu helfen, wo ich es kann“, betont der langjährige KSC-Anhänger und fügt schmunzelnd hinzu, dass ihm ohnehin keine andere Wahl blieb: „Professor Seiler hat mich angerufen und mir gesagt, was ich zu machen haben. Das ist seine natürliche Autorität, da musste ich mich eben fügen“.
Mit derartigen Schmeicheleien bedacht, bedankte sich KSC-Präsident und Ex-OB Gerhard Seiler bei „Multitalent“ Lüpertz und dankte dem Freundeskreis-Vorsitzenden Paul-Heinz Ludwig für das Engagement des noch jungen, 18 Mitglieder starken Vereins. Als vorrangiges Aufgabengebiet gibt Ludwig die Knüpfung wirtschaftlicher Kontakte an, doch auch die gesellschaftliche Begegnung sollte nicht zu kurz kommen. Befürchtungen, der Freundeskreis könne im Gegenzug ein vereinspolitisches Mitspracherecht einfordern, seien völlig unbegründet: „Wir wollen kein zweites Kontrollorgan sein – wir wollen dem KSC lediglich helfen und uns nicht in Dinge einmischen, von denen wir keine Ahnung haben“ so Ludwig.
Kunstliebhaber können ab dem kommenden Montag beim Verein eine der handsignierten Lithographien für 750 Euro erwerben, für eines der handbemalten Unikate müssen dagegen schon 5000 Euro auf den Tisch gelegt werden. Das erste der colorierten Werke wechselte bereits am Abend für 7500 Euro den Besitzer, als Paul-Heinz Ludwig nach dem Buffet, welches das Dorint-Hotel dem Sportclub ebenso wie die Räumlichkeiten kostenlos zur Verfügung stellte, das erste Exemplar versteigerte.


